Freitag, 9. Dezember 2011

Wieder mal hingeschaut: Fukushima

Es ist klar, dass uns derzeit Finanzkrise, Veränderung der Sozialstruktur Deutschlands, Champions League etc. näher liegen, als das unangenehme Thema Fukushima. Trotzdem möchte ich hier einige Neuigkeiten auflisten:


"Die in normalen Zeiten geltende Höchstgrenze liegt bei einem Millisievert pro Jahr. Für die Untersuchung errechnete die Regierung eine geschätzte Strahlendosis auf Basis von Gesundheitschecks von rund 1730 der 29 000 Bewohner der Orte Namie, Kawamata und Iitate. Demnach liegt die durchschnittliche Dosis bei etwas über einem Millisievert. Das meldete die Agentur Kyodo...."
Atom: Bis zu 37 Jahresdosen Strahlung für Bürger Fukushimas - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/atom-bis-zu-37-jahresdosen-strahlung-fuer-buerger-fukushimas_aid_692423.html

"Wie die Financial Times berichtet, steht Tepco erneut vor großen finanziellen Problemen - wie auch schon direkt nach der Katastrophe, bei der das AKW Fukushima Daiichi nach einem Erdbeben und einem Tsunami stark beschädigt wurde. Diese könnten Insidern zufolge bald dazu führen, dass die japanische Regierung Kapital in das Unternehmen einbringt und es damit faktisch verstaatlicht." Quelle Süddeutsche  Somit wären dann Staat und Steuerpflichtige vollends in die Pflicht genommen. Dieses Szenario würde sich wohl auch bei einem groben AKW-Störfall in Europa abspielen (müssen).

Die ungelösten Probleme mit verstrahltem Reaktor-Wasser sind weiterhin ein Thema.  Hier ein Bericht aus RP-online

Ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima will Japan seine Kernkraftwerkstechnologie weiter exportieren. Das Parlament segnete am Freitag entsprechende Kooperationsvereinbarungen mit Jordanien, Russland, Südkorea und Vietnam ab. Quelle relevant.at  

Weiter wird von Verseuchung von Baby-Milchpulver, von der Speiseröhrenkrebs-Erkrankung des ehemaligen Betriebsleiters von Fukushima, von zusätzlicher Belastung des Meeres durch Strontium und von der Umleitung von Tsunami-Hilfsgeldern in Richtung Unterstützung der japanischen Walfischindustrie berichtet.

Es lohnt sich, bei diesem Thema dranzubleiben, denn nun puzzelt sich langsam, langsam die Tragweite dieser Katastrophe zusammen.


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