Dieses Thema sollte in der Schule von morgen von Grund auf
neu durchdacht werden. Gehen wir davon aus, dass künftig Lehrerteams Klassen
unterrichten werden und bauen wir darauf auf, dass künftige Klassenzimmer mit
Minimalgrössen um 90 m2 wirkliches Lernen ermöglichen, dann sollte auch der
Begriff altersdurchmischtes Lernen eine Qualität werden. Dazu eine bekannte und
eine neue Definitionen:
a) Klassen
werden mit Schülerinnen und Schülern aus 2 – 3 Jahrgängen durchmischt,
verändern ihre Zusammensetzung also jedes Jahr, indem ein Jahrgang aus- und ein
neuer Jahrgang eintritt, während 2 Jahrgänge in der Klasse verbleiben. Wir nennen dies
Mehrklassenschule.
b) Die
unterschiedlichen Lernfähigkeiten, der unterschiedliche Entwicklungsstand von
Schülern im Einklassensystem bringen es mit sich, dass auch das Lerntempo
unterschiedlich ist, einzelne Schüler in 2 Jahren das schaffen, was andere in
drei Jahren knapp erreichen. Dabei ist
jedoch nicht ausgeschlossen, dass bei diesen „schnellen“ Schülern ein oder
zwei Jahre später ein Durchhänger kommt,
während die ehemals „Langsamen“ plötzlich flott vorankommen. Es gibt also
verschiedene Leistungsniveaus und daraus resultiert ein unterschiedlicher
Leistungsstand. Bisher hat Schule zu diesem Thema den gangbaren Mittelweg
gesucht, was zu permanenter Unter- oder Überforderung eines Grossteils der
Klasse geführt hat.
Während die Mehrklassenschule derartige
Leistungsschwankungen einzelner Schüler bis zu einem gewissen Grade abzufedern
vermochte, stiess diesbezüglich das alte Einklassensystem sehr schnell an seine
Grenzen.
Repetition oder Anschluss verlieren, das waren die Konsequenzen. Ein
weiterer, ganz kritischer Punkt muss hier ebenfalls beleuchtet werden:






























