Sonntag, 1. Januar 2012

Projektörchen: Fokus auf 2012 eingestellt


Zuerst wünsche ich natürlich allen Leserinnen und Lesern einen gute Start ins neue Jahr, welches hoffentlich viel Positives persönliche Zufriedenheit und Gesundheit in dein Umfeld bringen möge.

So ein Jahresanfang ist auch der Zeitpunkt, den Focus des Projektörchens zu überprüfen und zu justieren. Neben Tagesaktualitäten werde ich 2012 in diesem Blog vier Themen mit grösstem Interesse verfolgen und beleuchten:




Türkei

Ich denke, 2012 wird ein Schlüsseljahr für die Türkei. Dies in den Bereichen Wirtschaft, Innenpolitik und Verhältnis zu EU und Nato. Da ich selbst in diesem Lande lebe, interessiert mich dies natürlich besonders. Ich glaube ebenfalls, dass sich die EU in Sachen Türkei 2012 klarer und verbindlicher wird positionieren müssen.Dazu wird es ein Dossier geben.

Finanzkrise
Vielleicht müsste man eher sagen: Existenzkrise des westlichen Kapitalismus. Es geht dabei um die Geschäftspraktiken der Banken, die Auswirkungen auf den Alltag und beinhaltet selbstverständlich die EU-Krise und politisch letztlich die Frage, wie es mit dieser EU überhaupt weiter gehen kann und soll.

Bildung im deutschsprachigen Raum
Das Thema liegt mir einerseits auf Grund meiner früheren beruflichen Tätigkeit am Herzen, zugleich bin ich unabhängig davon der Meinung, dass eine der zentralen Aufgaben jedes Staates ist, ein funktionsfähiges und leistungsfähiges Schulsystem zur Verfügung zu stellen, ansonsten wirklicher Fortschritt mangels geeigneter Fachkräfte nicht mehr garantiert werden kann. Bei diesem Thema geht es weniger um Reformen, sondern um wirkliche Innovationen. Das Dossier Schule besteht bereits.


Tatcherismus in Deutschland
Im Zuge einiger Recherchen 2011 bin ich in Deutschland beim Thema Soziale Sicherheit auf Dinge gestossen, welche ich zuerst gar nicht glauben, später fassungslos als gegeben anerkennen musste. Deswegen möchte ich dieses Thema von der eigentlichen Finanzkrise abtrennen, da es möglicherweise hauptursächlich für diese EU-Krise verantwortlich ist.

 Es geht dabei aus meiner Sicht im weitesten Sinne um nicht mehr und nicht weniger als die Zerlegung des Sozialstaates in ein neues Gebilde, in welchem die Reichen den Reichen schauen und der Rest sich selbst überlassen bleibt. Dabei wird der Mittelstand zunehmend aufgerieben. Es geht auch darum, dass sich Deutschland immer mehr als DIE massgebliche Instanz im EU Staatenverbund aufspielt Das ist etwas überspitzt formuliert, scheint jedoch ein Trend zu sein, der sich auch 2012 fortsetzen wird. 


Ich bezweifle, dass DIE Führungsnation innerhalb der EU ein Recht hat, ein derartiges Gesellschaftsmodell über die Hintertüre einzuführen, während andere Staaten gemäss EU-Richtlinien Minimallöhne und Renten anheben und garantieren, damit jedoch im Vergleich zum Konkurrenten Deutschland  wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten  und werde dagegen anschreiben.
2012 möchte ich diese vier Bereiche nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn eines Tages plötzlich ein viel "wichtigeres" Thema auftauchen sollte.
Den Fundamentalskeptikern empfehle ich, sich auch von der Überzeugung anstecken zu lassen, dass die Welt so schnell nicht untergeht, aus einem morschen Baumstamm zugleich neues Leben spriesst und das ist ja gut so.

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