Dienstag, 12. März 2013

Da war doch mal Fukushima

Bildquelle http://www.astrium-geo.com
Papstwahl, Finanzkrise, Winter. Dies die Tagesschlagzeilen von heute. Und da war noch vor zwei Jahren Fukushima. Weit weg . Gott sei Dank, sagen die Atom-Lobbyisten, sonst würden die Diskussionen hier ewig weiter gehen. Ja, sie sollen ruhig weitergehen und die Schönschwätzer von vor zwei Jahren sollen wieder antreten.

Ich verzichte darauf, hierzu einen eigenen Beitrag zu verfassen, verweise auf zwei Berichte, welche ich gefunden habe:

Anlässlich eines Tages der offenen Türe in Fukushima ist
eine Reportage entstanden, welche deutlich aufzeigt, wie man erst am Anfang der Bewältigung dieser ganzen Problematik steht. Ebenso wird sichtbar, wie fragil die mühsam erkämpfte Stabilität der Reaktoren in Wirklichkeit ist und wie viele ungelöste Probleme alleine um das Thema Entgiftung und Kühlwasser bestehen.
Ein weiteres Kapitel ist das Thema fahrlässiger Umgang mit Lagerung verbrannter Brennstäbe mangels tauglicher Alternativen. Ein eindrücklicher Bericht.

Ein Überblick über den weltweiten Stand in Sachen Atomenergie. Außerdem wird über Folgekosten des Unfalls von Fukushima spekuliert. 100 - 500 Milliarden €. Dazu kommt die zeitliche Prespektive, welche die Stillegung dieser Reaktoren braucht, optimistische Annahme 40 Jahre,  was da noch an Kosten dazu kommen wird, ist unabsehbar. Dies sind die harten Fakten.

Über die "weichen Schäden", damit meine ich die Gesundheitsgefährdung, die Folgeerkrankungen usw.  wird  spekuliert, gestritten. Tatsache ist, auch zwei Jahre nach der Kernschmelze sind verschiedene Regionen bewohnt, obwohl sich da so genannte hotspots, Flächen mit über den Grenzwerten liegender Strahlung befinden.  Der Spiegel berichtet über diese Problematik und die Schwierigkeit der Entsorgung von verseuchtem Erdreich und Kühlwasser, vor allem aber auch über das Schicksal der betroffenen Menschen.  Alleine die Kosten für Dekontaminierung und Entschädigung für die Einwohner werden mit rund 300 Mia € veranschlagt.

Atom-Energie ist also keineswegs preiswert, sondern sie kostet den Steuerzahler Riesen-Summen, welche eigentlich der Stromerzeuger aufbringen müsste. Nur eben, dann rechnet es sich nicht mehr. Selbst auf neuestem Sicherheitsstand konzipierte Meiler sind offenbar zu teuer, sie verkaufen sich nicht...

So bewirbt man sich halt um die Errichtung von AKW's in weniger "sensiblen" Ländern wie der Türkei, denn irgendwo muss ja weiterhin Geld reinkommen.... und irgendwer wird dann schon blechen, wenn es schief geht...

Atomkraft? Nein danke.


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