Freitag, 11. Oktober 2013

Kath. Kirche: Ein bisschen Prunk muss sein

Die Medien und mindestens halb Deutschland empören sich über den "Protz-Bischof" Tebartz-van Elst mit seiner 15000 € Badewanne (wobei sich bei genauerem Hinschauen die Kosten für die gesamte Bad-Einrichtung auf 15 000 € belief), seiner Wohnung, welche an die 3 Mio € gekostet haben soll usw. Nun ist das Fass übergelaufen, der Kirchenmann soll zurücktreten und wenn nicht aus freien Stücken, dann mit Hilfe eines Anrufes des Papstes (der als Zeichen der Bescheidenheit mit einem R4 im Vatikan herumkurvt), so zumindest hat es Erzbischof Zollitsch direkt oder indirekt in den Medien anklingen lassen.

Nun, zweifellos sind 31 Mio für eine Bischofsresidenz ein gewaltiger Beitrag. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass hier neu gebaut wurde, während viele der Amtskollegen des "Protz-Bischofes" in viel repräsentativeren und kostspieligeren Palästen residieren. Nur werden diese dank Staatsverträgen wie der Name schon sagt im Wesentlichen vom Staate finanziert und unterhalten...



Erzbischöfliches Palais in Wien

Palais Köln

Nicht zu vergessen, der Vatikan..

Pomp will sein, nur damit lassen sich die Massen begeistern und da spielt es keine Rolle, ob der Papst als Zeichen der Bescheidenheit ein 25m2-Zimmerchen bewohnt. Er ist Repräsentant einer Institution, welche neben den geistigen Werten ganz entschieden mit Pomp, Klunker und orchestrierten Zeremonien beeindruckt und beeindrucken will.

So gesehen hat der Protz-Bischof über das Ziel geschossen, aber die Kritik, welche derzeit auf ihn niederprasselt und wohl auch seinen erzwungenen Rücktritt zur Folge haben wird, muss natürlich auf die Kirche als Ganzes angewendet werden. Das wäre konsequent.

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