Montag, 14. Oktober 2013

Tebartz-van Elst: Der Schrei nach Rücktritt - so eine Farce!

Der ganze Protest um den Bischof von Limburg scheint in den letzten Tagen zu einem Skandal nationaler Größenordnung zu eskalieren. Angeheizt von den Medien, werden wir täglich mit neuen Details versorgt und können uns nun  maßlos ereifern. Scheinbar läuft es wieder einmal darauf hinaus, ob es Medien und öffentlicher Meinung gelingen wird, einen Bischof der ungeliebten katholischen Kirche abzusägen, den Papst so weit unter Druck zu setzen, dass er diesem Ansinnen auch folgt.

Halten wir fest: Wenn Baukosten von 5 Mio auf gegen 40 Mio explodieren, so geschieht das nicht von einem Tag auf den Andern und es kann unmöglich sein, dass lediglich ein Bischof für diese Entwicklung verantwortlich ist. Alleine die Tatsache, dass da ein privates Wohnungsmobiliar in der Größenordnung von rund 400 000 Euro bestellt wird, von der Badewanne ganz zu schweigen, lässt auf schwer wiegende Lücken im Finanz-Controlling  schließen. Da das jedoch bereits 2008 ein Thema war, müsste man davon ausgehen, dass genau diese Lücken geschlossen sind.

Nun also der Schrei nach Rücktritt: Bischofskollegen fodern dies mehr oder weniger offen, die eigene Administration geht auf Distanz, rege Reisetätigkeit nach Rom setzt ein und wir können wohl davon ausgehen, dass der Bischof von Limburg über kurz oder lang seinen Job los sein wird. Und dann? 

Sind wir tatsächlich so blöd, dass wir nicht erkennen, wie sehr die gesamte katholische Kirche genau auf diesem Pomp aufgebaut ist? Hat sich irgend jemand schon mal die Mühe gemacht, die verschiedenen Bischofsresidenzen und die Gelder, welche da investiert wurden, zu recherchieren?  Ist es tatsächlich so, dass es reicht, wenn der Papst mit einem Renault 4 als Zeichen der neuen Bescheidenheit im Vatikan herumkurvt, während seine Kollegen im schwarzen Luxus-BMW oder -Audi mit Chauffeur durch die Gegend düsen?

Wenn das alles nicht relevant ist, wenn es reicht, das Vertrauen in die kat. Kirche herzustellen, indem diese einen Bischof in die Wüste schickt... na dann gute Nacht. Aber vielleicht ist das ein kleiner Muntermacher.. 

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