Sonntag, 22. Dezember 2013

Türkei: Presse wird an die Leine genommen. Wir nennen das Zensur.

Heute wurde im Hürriyet folgender Brief der Polizeidirektion in Istanbul publiziert. Dem Vernehmen nach soll das Schreiben türkeiweit Gültigkeit haben:


İstanbul Emniyet Müdürlüğü tarafından yapılan yazılı açıklamayla, Türkiye genelinde basın mensuplarının bugünden itibaren emniyete girişlerinin yasaklandığı duyuruldu.

Yazılı açıklamada şöyle denildi:
Genel Müdürümüzün talimatıyla, Türkiye genelinde yapılan uygulama çerçevesinde 22.12.2013 tarihi itibariyle basın mensupları Emniyet Müdürlüğü hizmet binalarına giriş yapamayacaklardır.
Herhangi bir gelişme veya basın açıklaması olduğu takdirde basın mensupları davet edilecektir.
Vatan ve Gayrettepe hizmet binalarında bulunan basın odasını kullanan basın mensuplarının anahtar ve giriş kartlarını teslim etmeleri rica olunur.  Quelle
Ab heute 22.Dezember ist den Medien der Zutritt zu Polizei und Untersuchungsgebäuden untersagt. Die schriftliche Weisung lautet folgendermassen:
" Mit Verfügung der  Obersten Polizeibehörde ist es den Presseeorganen ab 22.12.2013 untersagt, Polizei- und Untersuchungsgebäude zu betreten. Wenn irgendwelche Neuigkeiten zu vermelden sind, passiert dies in Form von Presseeinladungen.
Karten und Schlüssel  zum Betreten der Pressezimmer sind abzugeben.

Fazit: Pressezensur
Was jetzt passiert ist die erste Stufe einer generellen Pressezensur. Mit dieser Weisung begibt sich jede Zeitung, welche weiter über diese Korruptionsfälle recherchiert und berichtet, auf dünnes Eis, denn sie kann und darf sich nicht mehr auf Quellen berufen, welche nicht amtlich sind. Ansonsten riskieren die Journalisten selbst, wegen "Behinderung der Untersuchungen der Justiz" angeklagt zu werden.

Auch diese Form der Pressegängelung hat Tradition. Dass sie erneut stattfindet, sollte in Europa und von den internationalen Presseorganisationen NICHT hingenommen werden.



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