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GM Opel: Am laengeren Hebel

Wie lange dauert es wohl noch, bis es dem letzten Politker , dem letzten Gewerkschafter und dem letzten Personalvertreter im Betriebsrat klar wird, dass bezüglich der Zukunft Opels nur noch in Detroit entschieden wird. Diese wird massgeblich nach dem Kriterium gestaltet,  wer alles mitmacht und mitfinanziert. So gesehen sind alle vermeintlichen Machtdemonstrationen konraproduktiv, denn es gibt Fachleute , welche nach wie vor der Meinung sind, Opel müsse noch mehr abspecken..


Der Ex-Treuhänder von Opel, Dirk Pfeil, hat sich erneut für Werksschließungen und einen drastischen Stellenabbau bei dem kriselnden Autohersteller ausgesprochen. Er sei “verwundert“ über die neuerliche Aufregung zur geplanten Schließung des Werkes in Antwerpen, sagte der FDP-Politiker dem Südwestrundfunk (SWR) in Berlin.Betriebswirtschaftlich wäre es auch geboten, das Werk in Eisenach zu schließen, sagte der hauptberufliche Wirtschaftsanwalt und Insolvenzverwalter.
Und die Amerikaner lassen ebenfalls durchblicken, dass möglicherweise deutlich haerter saniert werden muss, wenn die finanzielle Unterstützung, welche man erwartet, nicht eintreffen sollte:

  • Opel bereitet mit einem zweiten, härteren Sanierungsplan einem Bericht zufolge einen Unternehmensumbau ohne Staatshilfe vor. "Es gibt einen Plan B mit noch tieferen Einschnitten, wenn es keine Staatshilfen und keine Zugeständnisse der Mitarbeiter gibt", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" eine nicht genannte Quelle. Demnach könnten neben dem belgischen Standort Antwerpen auch noch weitere Werke geschlossen werden. Ein Opel-Sprecher wollte das Thema gegenüber der Zeitung nicht näher kommentieren. "Wir sind bemüht, alle offenen Dinge mit der Arbeitnehmervertretung zu diskutieren und zu lösen." Quelle
Wer also wirklich Arbeitsplaetze erhalten will, ist derzeit mit Kooperation gut beraten. Alles andere ist eher İmagepflege, dient aber der Sache kaum.

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