
Möglicherweise ist es genau dieser Weg, welcher mittelfristig, aber immer noch schneller als der Troika-Sparfahrplan, zum Erfolg führen wird: Bedürfnisse soweit wie möglich durch Inland-Produktion abdecken. Konsumenten wiederum verlangt dies ein höheres Bewusstsein ab und wie der Beitrag aufzeigt, fanden und finden zu diesem Thema weiterhin grosse Kampagnen statt. Daneben kann die neu entdeckte Liebe zum Label Made in Greece möglicherweise viele Unternehmer zu weiteren Investitionen ermutigen.
Im Gegenzug wiederum heisst das: Griechenland bricht für viele Export verwöhnte Nationen als Absatzmarkt weg, die eigene Industrie muss Umsatzeinbussen hinnehmen. Befinden wir uns hier auf dem Weg, den ich in einem früheren Beitrag als Szenario 2: Gesundschrumpfen beschrieben habe? Was, wenn Portugal, Spanien, Italien diesem Beispiel konsequent folgen würden?
National zweifellos Erfolg versprechend, ein Fiasko allerdings für die Grosskonzerne, welche weit mehr produzieren, als der heimische Markt benötigt. Weltweit findet dieser Verdrängungskampf ja bereits statt. Wenn die national-wirtschaftliche Gewichtung innerhalb der EU stärker werden sollte, bedeutet dies ebenfalls, dass stark Export orientierte EU Staaten plötzlich in Schwierigkeiten kommen werden, denn das (nationale) Wachstum der Einen ist Umsatzeinbruch für die Andern. Und mal ehrlich: Boxer Schuhe sehen auch nicht übel aus, nicht wahr?
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