Direkt zum Hauptbereich

Wahlen in Deutschland: Meine Stimme...

So, noch drei Tage, dann gibt es eine lange Nacht und alle Parteien fühlen sich als Sieger , Analysen bis zum Morgengrauen und vielleicht auch große Rechnereien, wer denn nun wirklich mit wem die nächste Regierung bilden könnte. Da erscheint den Wahlumfragen nach zu schließen Vieles möglich.

Meine Stimme, so ich denn eine hätte

  • kriegt die CDU nicht, weil ich finde, die letzten 10 Jahre seien geprägt gewesen von Sozial- und Lohndumping. Dadurch hat man sich zwar einen Wettbewerbsvorteil verschafft, aber Europa in die Krise gestürzt. Noch schlimmer: In ca. 15 Jahren werden über 30 Prozent der Bevölkerung Deutschlands mit der einfachen Altersrente NICHT mehr über die Runden kommen, obwohl sie voll gearbeitet haben. Die Investitionen in Bildung, vor allem im Bereiche Grundstufe sind desaströs und selbst der OECD ein Dorn im Auge.  Die CDU politisiert mit früheren FDP-Positionen, weshalb ich diese Partei nicht mehr separat erwähne.
  • kriegt die SPD nicht, weil ich riskiere, dass diese sich nach der Wahl mit der CDU zusammensetzen und die neue Koallition ausknobeln... Die Partei ist basisfremd geworden, grenzt sich nach links ab, scheint aber in Richtung Mitte bis rechts keine Berührungsängste zu haben, wenn es um Posten und Sessel geht. Schade.
  • kriegen die Grünen nicht, weil ich finde, nach 20 Jahren dürfte diese Partei politisch breiter aufgestellt daherkommen, als sie dies heute tut. Im Weiteren suche ich nach neuen Köpfen, welche ihre politische Zukunft nicht permanent an die SPD knüpfen...
Meine Stimme gäbe ich der Linken: Dies in der Überzeugung, die Zeit sei reif, dieser Partei mal mehr Gewicht zu schenken. . Dadurch entsteht die Möglichkeit, dass sie in künftigen Koalitionsverhandlungen oder als Oppositionspartei in eine gewichtigere Position kommt. Nicht alles ist gut, aber Vieles ist besser, klarer, ehrlicher und lustvoller politisiert als das, was unsere Volksparteien präsentieren. Ich möchte, dass sich SPD und Grüne mit der Linken auseinander setzen MÜSSEN. 

Na gut, das ist meine unbedeutende Meinung. Sie wird wenig verändern. Da müsste man wahrscheinlich schon zu Mitteln wie diesen greifen. Da sehe ich beträchtliche Erfolgschancen :-) 


"Denkt daran, am Montag ist Wahltag! 
Herrn Lucke von der AfD handschriftlich
nachtragen, falls er auf der Liste fehlt."

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Türkei Çıralı: Zerstörung eines Paradieses

Çıralı liegt in der Nähe von Kemer und ist bekannt für ein einzigartiges Tourismuskonzept, welches in den 90-er Jahren in Zusammenarbeit zwischen WWF und Bevölkerung entwickelt wurde. Mehr dazu hier . Dieses Konzept hat gegriffen und der kleine Ort erfreut sich grösster Beliebtheit vor allem auch bei deutschsprachigen Urlaubern, welche keinen Rummel möchten. Diese Einzigartigkeit hat dazu geführt, dass viele Urlauber seit Jahren immer wieder an diesen sehr speziellen Ort zurückkehren. Bilder Aus Çıralı erreichte mich heute folgende Meldung:

Türkei Çıralı: Abbruch hat begonnen

Gestern wurde in Çıralı , begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot, mit dem Abbruch einer ersten Pension begonnen. Heute sollen drei weitere Betriebe geschleift werden. Obwohl wieder zahlreiche Demonstranten erschienen, blieben deren Bemühungen, diesen Abbruch zu verhindern, erfolglos. Etwa 25 Personen wurden festgenommen. Die Zeitung Hürriyet hat Bilder und ein Video ins Netz gestellt. Der Landrat der Region hat den Abbruch damit begründet, diese Pensionen befänden sich auf Waldgebiet und seien illegal, weshalb sie abzubrechen seien. Das mag aus heutiger Sicht stimmen, wenn man nur die Momentaufnahme als Richtschnur hinzuzieht. Wie bereits in einem früheren Beitrag berichtet, sind die Sachlage und die Geschichte Çıralıs jedoch bedeutend komplexer. In einem der bisher besten Beiträge zu diesem Thema fragte der Journalist Yusuf Yavuz im Atlas Dergi : Hat das Modell Cirali im Tourismus ausgedient? Er listet da sachlich die Ereignisse seit 1990 auf und fragt nach der Zukunft d...

Von Flüchtlingslagern, Festungen und Mauern

Mauer zwischen der Türkei und Syrien Neben der Fußball-WM sind es dieses Jahr Horst Seehofer, Kanzlerin Merkel und einige Exponenten der AfD, welche für das große Sommertheater besorgt sind. Ein "Masterplan" soll die Grundlage liefern, dass Europa mehr oder weniger flüchtlingsfreie Zone wird, in erster Linie aber Deutschland von weiteren Asylsuchenden entlastet wird. Mit einer "Festung Europa", einem von Goebbels im zweiten Weltkrieg eingeführten Begriff, soll vermeintlicher Schutz Sicherheit vor Flüchtlingsströmen suggeriert werden. Auch hier ist eigentlich offensichtlich, dass die treibende Kraft innereuropäische Staaten sind, welche das Ziel verfolgen, Flüchtlinge dorthin abzuschieben, wo sie erstmals europäischen Boden betreten haben - also in die Staaten, welche die Aussengrenze Europas bilden. Schauen wir doch etwas genauer hin: