Freitag, 30. Dezember 2011

2011: Was man innerhalb eines Jahres so alles lernt..

Hier mein etwas anderer Jahresrückblick:


Kirche: Es lohnt sich durchaus, mit dem Staate ins Bett zu hüpfen, das bewahrt vor unangenehmen Konsequenzen  und somit kommt man leichter aus himmeltraurigen Geschichten raus, während man in den USA  ohne entsprechenden Schutz Milliardenforderungen ausgesetzt ist. Sexualisierte Gewalt durch kirchliche Würdenträger


Fukushima: Ein Beben, ein Tsunami und ein  während Monaten ausser Kontrolle geratenes AKW führen zu einem Umdenken, wenn auch nur kurz und Wahlumfragen verpflichtet. Inzwischen ist ja "dort unten" alles unter Kontrolle und um die Langzeitfolgen sollen sich andere kümmern. Politisch scheint es so, dass man Event-bezogen mitschwimmen muss, auch wenn langfristig eine andere Strategie verfolgt wird.  Stichwort Fukushima

Halbwahrheiten und Halblügen sind Karriere fördernd: Das Wort guttenbergern umfasst inzwischen nicht mehr eine Person, inzwischen ist da ein richtiger Club entstanden. Ihnen gemeinsam ist,
dass sie für sich in Anspruch nehmen, verantwortungsvoll und dem Lande verpflichtet zu handeln. Einzig, wenn es um sie persönlich geht, da flüchten sie sich dann in die "man" Beschreibung und scheuen das Wort "ich" wie die Pest, wenn es darum geht, eigenes Fehlverhalten zu erklären. Eine neue Form von Politschizophrenie. Im Weiteren zeichnen sie sich durch ein offensichtlich fehlendes Gen aus, nämlich das Gespür, wann etwas aus dem Ruder läuft und öffentlich nicht mehr haltbar ist. Einige haben inzwischen die Konsequenzen gezogen, andere wirtschaften sich gegen 0% hinunter... Aber: Sie werden nicht verhungern und anderswo Karriere machen. Die einen werden Bundespräsident, andere EU-Berater.

Die Schlagworte historisch und alternativlos dominieren das politische Jahr 2011, vor allem in Deutschland. Je schneller  die Schuldenberge der verschiedenen EU-Staaten in die Höhe schossen, um so geballter wurden diese beiden Wörter vor allem von der Kanzlerin wie Pfeile in jede Runde reingeschleudert. Das war die  Konstante schlechthin im Regierungsprogramm. Merkel und nochmals Merkel

Die Angst vor der neuen Armut: Sie wird derzeit politisch weitgehend verdrängt, obwohl überall sichtbar. Irgendwie finde ich dieses Verhalten bedrückend, denn damit wird das Problem vor allem in Deutschland nicht kleiner. Aber, politisch kann man offenbar überleben, indem man so tut, als wäre nichts...und dann kann man ja notfalls immer noch auf Rente 69 umstellen. Womit dann wohl 80% aller neu in Rente Gehender  vorzeitige Rentebezüger sein werden..

Ein neues Monopoly für die Banken: Leihe Geld bei der EZB und parkiere es dort gleich wieder. Das ist doch toll, und sicher, denn - es geht nicht verloren... Offensichtlich fürchten sich die Finanzinstitute vor sich selbst. Dies muss vor allem unter dem Gesichtspunkt gesehen werden, dass offenbar ein grosser Teil der Börsenhändler krank - sprich süchtig ist. Nun werden Zwangsferien verordnet: Pro Jahr mindestens zwei Wochen ohne PC- und Blackbarry-Anschluss auf das eigene Konto. So lange brauchen nämlich versierte Kontrolleure, um festzustellen, ob da alles rechtens war....

Wie bei allem neu Gelernten, lohnt sich die Frage:"Praxistauglich oder untauglich?" "Kurzfristig wirksam, langfristig ein Fiasko?" usw. ..und jeder kann es halten, wie er es für richtig und wichtig findet.

Nun rudern wir in Richtung 2012, die Meteo verspricht Wind und Wellengang und die Wirklichkeit wird zeigen, ob die Kübelchen, welche wir bereits jetzt untentwegt im Einsatz haben, um Wasser aus dem lecken Kahn zu schöpfen, auch noch ausreichen, wenn einzelne Wellen ins Boot überschwappen sollten. Für den Fall, dass es schief geht, gilt dann:  mitgegangen, mitgehangen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und lassen wir uns nicht nur überraschen, sondern tragen wir doch selbst was Positives zu einem guten Gelingen bei..


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