Montag, 30. Juli 2012

Türkei Artenschutz: Am Beispiel Anamur (4)


Zum folgenden Film gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen, das Wesentliche ist in den vorangegangenen Beiträgen bereits erwähnt. Was bleibt, sind einige Fragen:
  1. Wenn man die bestehenden Artenschutzgesetze der Türkei und die für deren Umsetzung vorgesehenen Zuständigkeiten betrachtet, dann kann das, was hier passiert, nicht möglich sein. Da der Film diese Nichtumsetzung dokumentiert, stellt sich also die Frage, wer für diesen Skandal die Verantwortung trägt.
  1. Da die Türkei Mitglied internationaler Artenschutzabkommen ist, bleibt zu fragen, wie sich eigentlich diese Organisationen zu dem stellen, was an verschiedenenen Stränden der Türkei zum Thema  Artenschutz gegenwärtig abläuft. Gemeint sind hierbei nicht die unzähligen Logos mit Meeresschildkröten auf den Tourismus-Broschüren, sondern wirklicher Schutz der Legestrände.
  1. In den letzten Jahren sind von Seiten der EU beträchtliche Summen in die Türkei geflossen, jährlich rund 600 Mio €. Darunter befinden sich auch erwähnenswerte Positionen zum Thema Natur- und Artenschutz. Keine der mir bekannten türkischen Schutzorganisationen hat meines Wissens aus diesem Pot Geld gekriegt, vielmehr finanzieren sie ihre Aktivitäten über Sponsoring und ausländische Freiwillige. Was ist mit diesen Fördergeldern geschehen? Das wird Thema einer späteren Recherche sein.
Hier nun der besagte Video, gedreht im Juli 2012.  


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